Leiterplatten und Platinen der Firma ABB

Die Firma SCHNECKE elektronik hat besondere Erfahrungen mit nachfolgenden speziellen Leiterplatten und Platinen der Firma ABB.

ABB KX 8974c V24

Reparatur_ABB_Powersupply_KX_8974c_V24_HIEE_320606_R1

Hersteller:
ABB
Bauteil:
Power Supply | Stromversorgung
Artikel- / Model-Nr.:
KX 8974c V24 HIEE 320606 R1
Beschreibung:
Netzteil 102874-03

ABB KX 8971b V24

Reparatur_ABB_Powersupply_KX_8974c_V24_HIEE_320606_R1

Hersteller:
ABB
Bauteil:
Power Supply | Stromversorgung
Artikel- / Model-Nr.:
KX 8971b V24 HIEE 320602
Beschreibung:
Netzteil 103534-01

ABB NU 8976a

Reparatur_ABB_Powersupply_KX_8974c_V24_HIEE_320606_R1

Hersteller:
ABB
Bauteil:
Power Supply | Stromversorgung
Artikel- / Model-Nr.:
NU 8976a HIEE 220295
Beschreibung:
Netzteil 102874-01

ABB CEAG 89NG03

ABB-CEAG-89NG03

Hersteller:
ABB CEAG
Bauteil:
Netzgerät
Artikel- / Model-Nr.:
89NG03 GJR4 503500 R00x
Beschreibung:
Stromversorgung 89NG03

Galerie: Leiterplatten und Platinen der Firma ABB

Spezifische Beschreibungen

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ABB KX 8974c V24

ABB Power Supply KX 8974c V24 (HIEE 320606 R1) – Stromversorgungsgerät für MICAS-Traktionsleitsysteme

A.) Einsatzbereich & Anlagentyp

Das ABB Stromversorgungsgerät KX 8974c V24 mit der Bestellnummer HIEE 320606 R1 ist eine spezialisierte Komponente für Adtranz-Systeme und findet primär Verwendung im Traktionsleitsystem MICAS (Microcomputer Integrated Control and Application System). Dieses robuste Netzgerät ist konzipiert für den Einsatz in rauen Betriebsumgebungen des öffentlichen Schienenverkehrs, insbesondere in Straßenbahnen, U-Bahnen, Stadtbahnen sowie Regional- und Fernverkehrszügen. Als Teil der Leittechnik-Infrastruktur gewährleistet es die zuverlässige Energieversorgung der MICAS-Steuerungskomponenten, die für Antriebs-, Brems- und Hilfsbetriebesteuerung moderner Schienenfahrzeuge verantwortlich sind. Die Einheit ist typischerweise in Schaltschränken oder Elektronikracks der Fahrzeuge montiert und muss dabei hohen mechanischen Belastungen durch Vibrationen, Temperaturschwankungen sowie elektromagnetischen Störeinflüssen standhalten. Weitere Informationen zu ABB-Produkten für Bahnanwendungen finden Sie unter https://new.abb.com/railway/de

B.) Technische Funktion & Aufgabe

Das KX 8974c V24 dient als zentrale 24-Volt-Gleichspannungsquelle für die digitalen und analogen Steuerungskomponenten des MICAS-Systems. Es konvertiert die fahrzeugseitige Bordnetzspannung (typischerweise 110V DC oder andere bahnspezifische Spannungsebenen) in eine stabilisierte, geregelte 24V-Ausgangsspannung mit definierter Strombelastbarkeit. Die integrierte Schutzbeschaltung umfasst Überstrom-, Überspannungs- und Kurzschlussschutzfunktionen sowie thermische Überwachung, um sowohl das Netzgerät selbst als auch die nachgeschalteten Verbraucher vor Beschädigungen zu schützen. Moderne Ausführungen verfügen über galvanische Trennung zwischen Eingangs- und Ausgangsseite zur Potentialtrennung sowie Entstörfilter zur Einhaltung der EMV-Anforderungen im Bahnumfeld. Das Gerät stellt zudem Statusmeldungen (z.B. „Power Good“-Signal) für die übergeordnete Diagnoseebene bereit und ermöglicht so eine kontinuierliche Überwachung der Versorgungssicherheit im Rahmen des Condition Monitoring Systems. Detaillierte technische Spezifikationen zu industriellen Stromversorgungen finden Sie unter https://library.abb.com.

C.) Typische Fehlerbilder & Symptome

Zu den häufigsten Ausfallerscheinungen bei diesem Stromversorgungsgerät zählen Totalausfälle der Ausgangsspannung, die sich durch komplette Funktionslosigkeit der MICAS-Steuerung manifestieren und zu Stillstand des Fahrzeugs oder Notbetrieb führen können. Intermittierende Spannungseinbrüche verursachen sporadische Systemresets, Fehlermeldungen im Führerstand oder unerwartete Aktivierung von Sicherheitsfunktionen. Alterungsbedingte Degradation von Elektrolytkondensatoren führt zu erhöhter Restwelligkeit der Ausgangsspannung, was sich in instabilem Systemverhalten, Kommunikationsfehlern auf den Datenbussen oder fehlerhaften Sensorwerten äußert. Überhitzung durch verschmutzte Kühlkörper oder defekte Lüfter (falls vorhanden) triggert thermische Schutzabschaltungen, erkennbar an zyklischem An- und Ausschalten der Versorgung. Mechanische Schäden an Steckverbindern oder Lötverbindungen durch fahrzeugbedingte Vibrationen können Wackelkontakte verursachen, die zu schwer lokalisierbaren, zustandsabhängigen Störungen führen. Bei Blitzschlag oder Oberleitungsüberspannungen können Varistoren und Schutzdioden durchschlagen, was entweder zur dauerhaften Abschaltung oder zu reduzierter Schutzfunktion führt. Diagnostisch weisen kontinuierliche Fehlermeldungen im MICAS-Diagnosesystem auf Versorgungsprobleme hin, während Messungen mit Oszilloskop und Multimeter Aufschluss über Spannungsqualität, Ripple und dynamisches Lastverhalten geben.

ABB KX 8971b V24

ABB Power Supply KX 8971b V24 (HIEE 320602) – 24VDC Stromversorgungsgerät für MICAS-Traktionsleitsysteme

A.) Einsatzbereich & Anlagentyp

Das ABB Stromversorgungsgerät KX 8971b V24 mit der Artikelnummer HIEE 320602 ist ein hochspezialisiertes 24-Volt-Gleichspannungsnetzgerät, das als integraler Bestandteil des MICAS-Traktionsleitsystems (Microcomputer Integrated Control and Application System) in Adtranz-Bahnfahrzeugen zum Einsatz kommt. Dieses robuste Versorgungsmodul findet hauptsächlich Anwendung in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Straßenbahnen, Stadt- und U-Bahnen sowie in Regionalzügen und S-Bahn-Systemen, wo es die elektronischen Steuerungs- und Regelungskomponenten mit stabilisierter Niederspannung versorgt. Als kritische Komponente der Fahrzeugelektronik ist das KX 8971b V24 für den Dauerbetrieb unter extremen Umgebungsbedingungen ausgelegt, einschließlich starker Vibrationen, Temperaturschwankungen von -40°C bis +70°C, hoher Luftfeuchtigkeit sowie elektromagnetischer Störfelder durch Traktionsmotoren und Oberleitungssysteme. Die Baugruppe wird typischerweise in klimatisierten oder belüfteten Elektronikschränken im Unterflurbereich der Fahrzeuge oder in dedizierten Technikräumen montiert und bildet dort die energetische Basis für die gesamte Zugsteuerungs- und Diagnosetechnik.

B.) Technische Funktion & Aufgabe

Das KX 8971b V24 fungiert als hochstabile, geregelte 24VDC-Spannungsquelle, die aus der fahrzeugseitigen Bordnetzspannung – üblicherweise 110V DC Batteriespannung oder andere bahnspezifische Versorgungsebenen – eine präzise stabilisierte Ausgangsspannung für die digitalen Steuerungsbaugruppen des MICAS-Systems generiert. Die interne Schaltungstopologie basiert auf einem Schaltnetzteil mit hohem Wirkungsgrad, das mittels Pulsweitenmodulation eine exakte Spannungsregelung auch bei stark schwankenden Eingangsspannungen und wechselnden Lastbedingungen gewährleistet. Integrierte Schutzfunktionen umfassen Überstromabschaltung mit automatischer Wiederanlaufversuchen, Überspannungsschutz durch Transil-Dioden und Varistoren, Kurzschlussfestigkeit sowie thermische Überwachung mit temperaturgeregelter Leistungsreduzierung. Die galvanische Trennung zwischen Primär- und Sekundärseite verhindert Masseschleifen und erhöht die Störfestigkeit, während mehrstufige EMV-Filter sowohl eingangsseitige Störungen dämpfen als auch die Abstrahlung hochfrequenter Schaltvorgänge minimieren. Das Gerät stellt zudem Diagnosesignale wie „DC OK“, „Overvoltage“ und „Overtemperature“ für das Fahrzeugdiagnosesystem bereit, die über digitale Schnittstellen oder Relaiskontakte ausgegeben werden und eine vorausschauende Wartung ermöglichen.

C.) Typische Fehlerbilder & Symptome

Die Fehlerdiagnostik beim KX 8971b V24 umfasst ein breites Spektrum typischer Ausfallmechanismen, die sich in charakteristischen Symptomen manifestieren. Komplettausfälle der Ausgangsspannung führen zum sofortigen Funktionsverlust des gesamten MICAS-Systems mit Folgen wie Notbremsung, Aktivierung der Sicherheitsverriegelung oder vollständigem Fahrzeugstillstand mit entsprechenden Fehlermeldungen im Führerstandsdisplay. Häufiger treten jedoch intermittierende Störungen auf: Spannungseinbrüche oder -schwankungen verursachen sporadische Systemresets, unkontrollierte Neustarts der Steuerrechner, Datenverlust im flüchtigen Speicher oder Kommunikationsabbrüche auf den internen CAN- oder MVB-Bussystemen, was sich in erratischem Fahrverhalten oder fehlerhafter Türsteuerung äußern kann. Alterungsbedingte Ausfälle von Elektrolytkondensatoren – erkennbar an aufgeblähten Kondensatorgehäusen oder ausgetretenen Elektrolyten – reduzieren die Siebwirkung und erhöhen die Restwelligkeit der Ausgangsspannung auf kritische Werte über 100mVpp, was zu Fehlfunktionen analoger Sensorschaltungen, verfälschten Messwerten oder Störungen in der Leistungselektronik führt. Thermische Probleme durch verschmutzte Kühlrippen, defekte Axiallüfter oder ausgetrocknete Wärmeleitpasten verursachen zyklische Abschaltungen nach temperaturabhängigen Betriebszeiten, die sich durch typische Muster wie „30-Minuten-Ausfall nach Kaltstart“ oder „Ausfall nur im Sommer bei Vollast“ charakterisieren lassen. Defekte Leistungshalbleiter wie MOSFETs oder IGBTs im Primärkreis führen zu erhöhter Verlustleistung, hörbaren Pfeifgeräuschen durch veränderte Schaltfrequenzen oder kompletten Ausfall mit durchgebrannten Primärsicherungen. Mechanische Belastungen durch Dauervibration können Kaltstellen an Lötstellen verursachen, die sich als lastabhängige Wackelkontakte manifestieren – besonders kritisch bei Leistungspfaden und Masseverbindungen. Blitzeinschläge oder Oberleitungsüberspannungen können Suppressordioden und MOVs zerstören, wodurch entweder sofortige Kurzschlüsse entstehen oder die Schutzfunktion kompromittiert wird und nachfolgende Überspannungsereignisse zu Folgeschäden führen. Diagnostisch zeigen sich Versorgungsprobleme im MICAS-Ereignisspeicher durch gehäufte Einträge wie „Supply Voltage Low“, „Watchdog Reset“ oder „Communication Timeout“, während hardwareseitige Messungen mit Speicheroszilloskop, Thermografiekamera und Lastbänken die exakte Fehlerlokalisation ermöglichen und zwischen Netzgerätdefekt, Verkabelungsproblem oder Verbraucherfehler differenzieren helfen.

ABB NU 8976a

ABB Power Supply NU 8976a (HIEE 220295) – Stromversorgungsgerät für MICAS-Traktionsleitsysteme

A.) Einsatzbereich & Anlagentyp

Das ABB Stromversorgungsgerät NU 8976a mit der Bestellnummer HIEE 220295 ist eine essenzielle Komponente innerhalb der Adtranz-Produktfamilie und wurde speziell für die Energieversorgung des MICAS-Traktionsleitsystems (Microcomputer Integrated Control and Application System) entwickelt. Dieses Netzgerät kommt vorwiegend in öffentlichen Schienenverkehrssystemen zum Einsatz, darunter Straßenbahnen, Stadtbahnen, U-Bahnen sowie Regional- und Nahverkehrszüge moderner Bauart. Als fundamentale Versorgungseinheit der elektronischen Steuerungsinfrastruktur gewährleistet das NU 8976a die zuverlässige Stromversorgung kritischer Leittechnik-Komponenten, die für Traktion, Bremsung, Türsteuerung, Klimatisierung und Fahrgastinformationssysteme verantwortlich sind. Die Baugruppe ist für den Einbau in standardisierte 19-Zoll-Elektronikschränke oder fahrzeugspezifische Montagerahmen konzipiert und muss dabei den extremen Anforderungen des Bahnbetriebs standhalten, einschließlich permanenter mechanischer Vibrationen, Schockbelastungen bei Brems- und Beschleunigungsvorgängen, großen Temperaturbereichen zwischen arktischer Kälte und sommerlicher Hitze sowie hoher elektromagnetischer Störfestigkeit gemäß einschlägiger Bahnnormen wie EN 50155. Das System findet sich typischerweise in Fahrzeugen europäischer Hersteller wie Bombardier, Siemens oder Alstom, die auf Adtranz-Technologie basieren.

B.) Technische Funktion & Aufgabe

Das NU 8976a fungiert als zentrale Stromversorgungseinheit mit mehreren geregelten Ausgangsspannungen, die verschiedene Spannungsebenen für die heterogenen Komponenten des MICAS-Systems bereitstellt. Die Einheit konvertiert die fahrzeugseitige Hauptbatteriespannung – typischerweise 72V DC, 96V DC oder 110V DC je nach Fahrzeugkonfiguration – in mehrere stabilisierte Sekundärspannungen, üblicherweise 24V DC für digitale Steuerungselektronik, 15V DC oder ±15V DC für analoge Signalverarbeitung sowie gegebenenfalls 5V DC für Mikroprozessorsysteme. Die moderne Schaltnetzteiltechnologie mit hohem Wirkungsgrad von typischerweise >85% minimiert Wärmeverluste und reduziert den Kühlaufwand in den oft beengten Einbauräumen. Jeder Spannungsausgang verfügt über separate Schutzschaltungen gegen Überstrom, Überspannung, Unterspannung und Kurzschluss, wobei intelligente Wiedereinschaltversuche nach Fehlerereignissen eine automatische Wiederherstellung der Versorgung ohne manuellen Eingriff ermöglichen. Die galvanische Trennung zwischen Eingangs- und Ausgangsseite mit Isolationsspannungen von mehreren Kilovolt verhindert gefährliche Potentialverschleppungen und schützt empfindliche Elektronik vor transienten Überspannungen aus dem Oberleitungssystem. Integrierte EMV-Filterstrukturen sowohl auf der Eingangs- als auch auf der Ausgangsseite erfüllen die strengen Emissionsgrenzwerte der Bahnnormen und gewährleisten gleichzeitig hohe Störfestigkeit gegenüber eingekoppelten Störsignalen von Traktionswechselrichtern, Wirbelstrombremsen und anderen leistungselektronischen Komponenten. Das Gerät implementiert zudem umfangreiche Diagnosefunktionen mit Status-LEDs und digitalen Signalausgängen für „Power Good“, „Overvoltage“, „Overcurrent“ und „Overtemperature“, die in das übergeordnete Fahrzeugdiagnosesystem integriert sind und eine zustandsbasierte Instandhaltung (Condition Based Maintenance) unterstützen.

C.) Typische Fehlerbilder & Symptome

Die Fehleranalyse beim NU 8976a offenbart charakteristische Ausfallmuster, die auf spezifische Komponentendegradation oder Betriebsbelastungen zurückzuführen sind. Komplettausfälle manifestieren sich durch vollständigen Verlust aller Ausgangsspannungen, was zum sofortigen Stillstand des MICAS-Systems führt mit Konsequenzen wie Notabschaltung der Traktion, Aktivierung der mechanischen Feststellbremse, Ausfall der Türsteuerung und Verlust sämtlicher Fahrgastinformationssysteme – im Führerstand erscheinen dann kritische Fehlermeldungen wie „Power Supply Failure“ oder „System Shutdown“. Partielle Ausfälle einzelner Spannungskanäle sind häufiger und führen zu selektiven Funktionsstörungen: Der Ausfall des 24V-Kanals beeinträchtigt die Hauptsteuerrechner, während ein Defekt des ±15V-Ausgangs zu fehlerhaften Analogwerten von Strom- und Spannungssensoren führt, was sich in ungenauen Traktionsregelungen oder fehlerhaften Diagnosewerten äußert. Intermittierende Störungen sind besonders problematisch, da sie schwer reproduzierbar sind: Thermisch bedingte Kontaktunterbrechungen durch gealterte Elektrolytkondensatoren mit erhöhtem ESR verursachen Spannungseinbrüche unter Last, die zu spontanen Prozessor-Resets führen mit Symptomen wie plötzlichem Ruckeln beim Anfahren, kurzzeitigem Ausfall der Bremssteuerung oder Flackern der Displays. Überhöhte Ripple-Spannung durch defekte Ausgangskondensatoren oder verschlissene Wicklungen der Ausgangsdrosseln führt zu hochfrequenten Störungen, die sich in Kommunikationsfehlern auf den Feldbusen (CAN, MVB, Profibus) manifestieren, erkennbar an CRC-Errors, Timeout-Meldungen oder Dateninkonsistenzen zwischen Steuergeräten. Alterungsbedingte Ausfälle von Leistungshalbleitern im Primärkreis – insbesondere von Hochvolt-MOSFETs oder IGBT-Modulen – zeigen sich durch erhöhte Betriebstemperaturen, veränderte Schaltgeräusche (hörbares Pfeifen oder Brummen mit veränderten Frequenzen) oder durchgebrannte Eingangssicherungen, wobei oft charakteristische Verfärbungen oder Brandspuren auf der Platine sichtbar werden. Mechanische Beanspruchungen durch jahrelange Vibration führen zu Mikrorissen in Lötstellen, besonders an schweren Bauteilen wie Transformatoren, Drosseln und großen Kondensatoren – diese „Cold Solder Joints“ verursachen lastabhängige Wackelkontakte, die sich durch vibrations- oder temperaturabhängige Ausfälle charakterisieren lassen. Überspannungsereignisse durch Blitzeinschläge, Oberleitungsfehler oder Schalthandlungen können Suppressordioden, MOVs und Eingangsfilter zerstören, was entweder zu sofortigen Kurzschlüssen mit Auslösung der Hauptsicherung führt oder zu degradierter Schutzfunktion, die das Gerät anfällig für weitere Überspannungen macht. Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit, Staub und korrosive Atmosphäre können Kriechströme, Korrosion an Steckverbindern und Oxidation von Kontaktflächen verursachen, erkennbar an grünen Kupferoxid-Ablagerungen oder weißen Salzausblühungen. Diagnostisch bieten moderne MICAS-Systeme detaillierte Fehlerprotokolle mit Zeitstempeln, Spannungswerten und Ereigniszählern, die Aufschluss über Fehlerhäufigkeit und -dauer geben, während hardwareseitige Prüfungen mit digitalem Speicheroszilloskop zur Analyse von Einschaltverhalten, Transienten und Ripple, Wärmebildkameras zur Identifikation von Hotspots sowie programmierbare elektronische Lasten zur Simulation von Betriebsbedingungen die systematische Fehlereingrenzung ermöglichen und zwischen Netzgerätdefekt, Verkabelungsproblem, Verbraucherfehler oder Systemkonfigurationsproblem differenzieren helfen.

ABB CEAG 89NG03

ABB CEAG Netzgerät 89NG03 GJR4 503500 R00x – Fachliche Analyse

A.) Einsatzbereich & Anlagentyp

Das ABB CEAG Netzgerät 89NG03 GJR4 503500 R00x findet seine primäre Verwendung in hochsensiblen Kraftwerksanlagen, insbesondere in konventionellen thermischen Kraftwerken, Kernkraftwerken sowie in modernen Energieerzeugungsanlagen mit höchsten Sicherheitsanforderungen. Als Teil der Leittechnik und Prozessautomatisierung versorgt dieses Industrienetzgerät kritische Steuerungs- und Überwachungssysteme, Schutzeinrichtungen und Notabschaltsysteme mit elektrischer Energie. Der Einsatz erfolgt typischerweise in Schaltwarten, Leitständen und Schaltanlagen, wo eine unterbrechungsfreie Stromversorgung essentiell für die Betriebssicherheit ist. Darüber hinaus kommt das Gerät in petrochemischen Anlagen, Raffinerien und anderen Prozessindustrien zum Einsatz, wo Ausfälle katastrophale Folgen haben können. Die Bauform und Zertifizierung entsprechen den strengen Anforderungen nach IEC 61508 (SIL) und anderen internationalen Sicherheitsnormen für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen und unter extremen Umgebungsbedingungen.

B.) Technische Funktion & Aufgabe

Das 89NG03 Netzgerät fungiert als hochzuverlässige DC-Stromversorgungseinheit, die aus der primären Wechselspannungsversorgung (typischerweise 110V AC, 230V AC oder 400V AC) eine stabile Gleichspannung (üblicherweise 24V DC oder 48V DC) für nachgeschaltete Steuerungs- und Automatisierungskomponenten generiert. Die Einheit verfügt über eine mehrstufige Spannungsregelung mit Weitbereichseingang, aktiver Leistungsfaktorkorrektur (PFC) und galvanischer Trennung zwischen Primär- und Sekundärseite, um höchste Störfestigkeit gegen elektromagnetische Interferenzen (EMI/EMC) zu gewährleisten. Zentrale Schutzfunktionen umfassen Überlast-, Kurzschluss- und Überspannungsschutz sowie Temperaturüberwachung. Das Gerät ist für Redundanzbetrieb ausgelegt und ermöglicht durch N+1-Konfigurationen einen unterbrechungsfreien Weiterbetrieb auch bei Ausfall einzelner Module. Integrierte Diagnose- und Überwachungsfunktionen melden Betriebszustände über potentialfreie Kontakte oder digitale Schnittstellen an übergeordnete Leitsysteme, wodurch präventive Wartungsmaßnahmen ermöglicht werden.

C.) Typische Fehlerbilder & Symptome

Charakteristische Ausfallerscheinungen beim 89NG03 Netzgerät manifestieren sich zunächst häufig in schleichenden Ausgangsspannungsabweichungen, die durch Alterung der Elektrolytkondensatoren im Primär- oder Sekundärkreis verursacht werden und sich in Spannungsripple oder instabiler Ausgangsspannung äußern. Ein weiteres häufiges Fehlerbild ist der temperaturbedingte Ausfall von Halbleiterbauelementen, insbesondere der Leistungs-MOSFETs oder IGBTs im Schaltnetzteil, was zu intermittierenden Abschaltungen oder komplettem Ausfall der Spannungsversorgung führt. Verschmutzung durch Staub und Ablagerungen auf Kühlkörpern reduziert die Kühlleistung und beschleunigt den thermischen Alterungsprozess. Kontaktprobleme an Steckverbindungen, Relais oder Sicherungen führen zu erhöhten Übergangswiderständen und können sporadische Ausfälle verursachen. Defekte Lüfter in aktiv gekühlten Varianten resultieren in Überhitzungsabschaltungen mit entsprechenden Fehlermeldungen. Bei längerer Betriebsdauer treten zudem Kriechstrombildungen und Korrosion an Leiterplatten auf, besonders in feuchten oder chemisch belasteten Umgebungen, was zu Isolationsfehlern und Fehlfunktionen der Überwachungsschaltungen führt. Blitzüberspannungen oder Netzstörungen können die Eingangsschutzbeschaltung beschädigen, wodurch Varistoren oder Suppressordioden kurzschließen und die vorgeschalteten Sicherungen auslösen.

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